Yakada Yaka

Auf dem eisernen Pferd nach Jaffna - eine Bahnreise für Backpacker & Abenteuerer: 4 Tage / 3 Nächte

Jaffna Region

Reiseverlauf

1. Tag: Übernachtung in Colombo

Die Fahrt auf dem eisernen Pferd (der eiserne Teufel = Yakada Aka) startet in Colombo Fort, einem der exotischsten Bahnhöfe Sri Lankas auf dem man noch eine Bahnsteigkarte braucht und der einen mehr als malerischen Einstieg in Sri Lankas Eisenbahnwelt bildet. Man weiß nicht so ganz genau, ob man in Vorderindien, Hinterarabien oder aber in Sri Lankas Hauptstadt ist, denn das abenteuerliche Gewusel und die Vielfalt aus Saris, Dishdashas und Shirts könnte überall sein.

Sorry. Zu schnell. Die Geschichte beginnt bereits am Vortag, also mit der Ankunft am Banderanaike International Airport. Da Expresszüge Richtung Norden bereits am frühen Morgen abfahren, ist es notwendig zu übernachten (im Grand Oriental Hotel, im City Hotel oder im Harbour View). Wenn die Zeit ausreicht (Ankunft bereits vor 15:00 Uhr), sollte man einen Bummel durch das Basarviertel Colombos machen. Händler, Hunde, Hupen und Handies prägen das Bild des Pettah Market. Was das Besucherherz begehrt wird geliefert und wenn man mal zu viel bezahlt, so ist das ein faires Entgelt für eine unfaire Erfahrung. Ayubowan.

2. Tag: nach Jaffna

Der Wecker klingelt um 04.00 Uhr. Der Tour Manager ist in diesem Fall der Wecker und man müht sich ob der frühen Stunde mit bereits gekauften Fahrkarten in der bestverfügbaren Klasse zum Bahnhof. 1 x Kaffee oder Tee, 5 Stunden Fahrt über Kilinochi in Sri Lankas hohen Norden: Jaffna.

Hier haben sich bislang erst wenige Besucher eingefunden. Mittlerweile ist die Infrastruktur in und um Jaffna gut und die Anreise ist alles andere als anstrengend, sondern eher aufregend: Binnenseen, Lagunen, Palmen, glitzernde Sonnenspiele auf dem Wasser und farbenfrohe Hindhu-Tempel. Jaffna ist das Tamil Nadu Sri Lankas. Hinduismus und Tamilen sind die Essenz des Nordens. "Am Ticken" hält den Norden ein Konflikt, den auch wir kennen: anders sein und doch anpassen müssen. Dies ist nicht immer einfach. Landschaftlich wirkt das Ganze ein klein wenig wie das Ijsselmeer in den Niederlanden, gepaart mit Kinderversionen des indischen Taj Mahal.

Übernachtung im Heritage Hotel / Thinnai Hotel (o.ä.).
Die Hotellerie in Jaffna ist übrigens gut, auch wenn das Serviceverständnis manchmal ein anderes ist
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3. Tag: in und um Jaffna (B/D)

Besuch auf Nagadeepa. Hierher soll schon Buddha persönlich gereist sein. Der Pilgerort, den jeder Singhalese unabhängig von seiner Konfession einmal im Leben besuchen sollte, liegt auf einer vorgelagerten Insel. Nagadeepa ist deshalb so speziell, weil sich hier in trauter Eintracht ein buddhistischer Tempel zu einem hinduistischen Tempel gesellt. Nicht nur die beiden Tempelbauten sind spektakulär - der buddhistische mit einem uralten Bodhi-Baum und einer silbernen Dagoba, der Hindu-Tempel quietschbunt mit einem riesigen Elefanteneingangstor - sondern schon die Anfahrt.

Die Lagunenstadt Jaffna ist über Dämme mit etlichen Inseln verbunden, die befahren werden können. Links und rechts des Dammes flattern Wasservögel vorbei: wuchtige Buntstörche mit pink-schwarzen Flügeln und dottergelben Schnäbeln, Kormorane, Eisvögel und Fischreiher, dazwischen treiben Fischer in schmalen Holzbooten. Mit einem größeren Boot, das aussieht wie ein ausrangiertes U-Boot, fährt man das letzte Stück bis nach Nagadeepa. Unter den einheimischen Pilgern finden sich alle Altersklassen: ganz in weiß gekleidete, ältere Damen, junge Männer mit gestylten Haaren und Sonnenbrillen, die Trommeln schlagen, laut singen und Selfies machen, sowie Mütter in bunten Saris mit ihren um den Bauch geschnallten Zöglingen. Ein lebendiges Spektakel, insbesondere an Vollmondtagen.

4. Tag: nach Anuradhapura (B/D)

Die Fahrt geht weiter per Bahn nach Anuradhapura, der Hauptstadt der nördlichen Zentralprovinz von Sri Lanka. "Anu" war über tausend Jahre lang Zentrum verschiedener singhalesischer Königsdynastien. In der Nähe Anuradhapuras liegt Mihintale, die Wiege des singhalesischen Theravadi-Buddhismus. Das historische Anuradhapura, dessen Gründung um 400 v. Chr. angesetzt wird, ist auch heute noch Pilgerziel für viele Buddhisten, sowie eine bedeutende archäologische Ausgrabungsstätte. Anuradhapura ist zudem Sitz eines katholischen Bistums, dem von 1996 bis 2002 Bischof Oswald Gomis vorstand, der danach Erzbischof der Hauptstadt Colombo wurde. Christliche Religion, westliche Gerichtsbarkeiten sowie "unsere" Sozialstruktur haben Sri Lanka bereits früh geprägt und liefern somit einige Erklärungen für die heutige Nähe. Die bedeutendste Pilgerstätte Anuradhapuras ist der Sri Mahabodhi. Der Überlieferung nach wuchs diese Pappel-Feige aus einem Zweig jenes Baumes in Bodh Gaya (Nordindien), unter dem Siddhartha Gautama - Buddha - die Erleuchtung erlangt haben soll.

Bei einer gebuchten Anschluss-Rundreise kann sich der Ablauf des Anuradhaphura-Besuches ändern und erst am Folgetag stattfinden. Alle gebuchten Leistungen / Leistungsträger verstehen sich vorbehaltlich Änderungen aufgrund infrastruktureller, klimatischer und/oder technischer Anpassungen.

Leistungen:

  • 3 Übernachtungen / B (Frühstück), D (Dinner) wie angegeben
  • Englischsprachiger Driver-Guide
  • Eintrittsgelder und Besichtigungen laut Programm

NICHT ENTHALTEN: Trinkgelder, persönliche Ausgaben 
HINWEISE: Start in Colombo (Flughafen/Stadt/Westküste), Ende in Anuradhpura, Dambulla oder Colombo

Buchungscode: H 7AN

Preise auf Anfrage

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