Ayurvedische Morgenrituale - gesunder Start in den Tag!

Dinacharya – die tägliche Morgenroutine beschreibt ein umfassendes Reinigungsprogramm, das über das übliche Duschen und Zähneputzen weit hinausgeht. Auch wenn Sie nicht alle hier beschriebenen Tipps und Ratschläge umsetzen wollen oder können, so ist es trotzdem hilfreich ein paar ayurvedische Rituale regelmäßig in Ihre morgendliche Routine aufzunehmen.

SonnenaufgangFrüh aufstehen:
Klassisch beginnt das ayurvedische Morgenritual mit dem Aufstehen vor Sonnenaufgang. In unseren Breiten ist es optimal gegen 6.00 Uhr aufzustehen, da das Vata-Dosha hier noch aktiv ist und der Körper mit seiner natürlichen Ausscheidungsphase beginnen kann.

Morgens warmes Wasser trinken:
Trinkt man direkt nach dem Aufstehen zwei bis drei Gläser warmes Wasser, wird die Verdauung und Ausscheidung angeregt. Kocht man das Wasser am Vorabend ab und füllt es in eine Thermoskanne, hat man es am nächsten Morgen bereits trinkfertig am Nachttisch stehen.

Zunge schaben:
Im Ayurveda reinigt man den Mundraum morgens besonders gründlich, um angesammeltes Kapha abzubauen. Zuerst wird die Zunge von überschüssigen Belägen befreit, indem man sie mit einem kleinen Löffel oder einem speziellen Zungenschaber vom hinteren Gaumenbereich bis zur Zungenspitze sanft abschabt.

ÖleÖl ziehen:
Man nimmt einen Esslöffel Öl (kaltgepresstes und ökologisch hergestelltes Oliven- oder Sesamöl) in den Mund und gurgelt damit circa 2–3 Minuten lang, spuckt es aus, spült anschließend den Mund mit warmem Wasser aus und putzt sich die Zähne. Auch wenn das Öl ziehen gewöhnungsbedürftig ist, reinigt es die Mundschleimhäute und kann entzündetes Zahnfleisch, Zahnfleischbluten und Paradentose verhindern oder lindern.

Ganzkörper-Ölmassage:
An Wochenenden oder wenn morgens etwas mehr Zeit vorhanden ist, kann die Morgenroutine durch eine Ganzkörper-Ölmassage (Abhyanga) erweitert werden. Man reibt den Körper kräftig von Kopf bis Fuß mit einem Sesam- oder Mandelöl ein, bis die Haut gesättigt ist und lässt es ca. 20 Minuten einziehen. Danach duscht man den Körper mit heißem Wasser (ohne Seife) ab.

Ernährung am Morgen:
Das Ayurveda Frühstück sollte einen gut nähren und mit Energie versorgen, ohne dabei schwer im Magen zu liegen. Idealerweise werden alle drei Doshas ausgeglichen und das Verdauungsfeuer (Agni) angeregt und nicht überlastet. Auch wenn das Frühstück individuell unterschiedlich ausfällt und nach Jahreszeiten variiert, gelten folgende, allgemeine Grundpfeiler:
  • leichte, warme Speisen (Getreidebrei)Früchte
  • nur natürliche Zutaten
  • nicht zu viel Essen, so dass man nicht übersättigt ist
  • auf saisonale Produkte zurückgreifen (v.a. bei Obst)
  • immer frisch zubereiten
  • die Kombination aus Milchprodukten und sauren Früchten meiden

Frühstücksbrei:
Als Basis für ein gesundes Frühstück dient ein Morgenbrei, der individuell variiert werden kann. Hierfür werden Getreideflocken in etwas Fett (Kokosöl oder Ghee) angeröstet, mit Flüssigkeit aufgegossen (einige Minuten quellen lassen) und mit Früchten, Gewürzen, Nüssen oder Samen verfeinert.

Als Getreidesorten eignen sich:
für Kapha Typen: Roggen, Dinkel, Buchweizen, Hirse
für Pitta Typen: Dinkel, Weizen, Hafer, Gerste
für Vata Typen: Weizen, Quinoa, Reis, Hafer

Zum Quellen dienen Kuhmilch, Sojamilch, Hafermilch, Dinkelmilch, Kokosmilch, Nussmilch, Wasser und Sahne (vor allem für Vata Typen). Gewürze wie z.B. Zimt, Kurkuma, Kardamom, Nelke, Ingwer, Kakao, Safran verfeinern den Brei. Cashewnüsse, Mandeln, Haselnuss, Walnuss, Sonnenblumen- und Kürbiskerne können entweder anfangs mit angeröstet oder anschließend als Topping beigefügt werden. Saisonale, frische Früchte, die leicht angedünstet werden, geben dem Brei eine leichte Süße. Zusätzlich kann mit Honig, Ahornsirup oder Kokosblütenzucker noch nachgesüßt werden.

Frühstücksbrei

 07.06.2018

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Tags: Ayurveda

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