Indien: Im Reich der Gewürze

Zu Recht wird Indien als das Reich der tausend Gewürze bezeichnet. Das Land gilt als der weltweit größte Gewürzproduzent und bereits in der Antike war Kochi (Cochin) im Bundesstaat Kerala die Drehscheibe für den Gewürzhandel. Heute wird neben einer großen Bandbreite an Gewürzen vor allem Pfeffer angebaut. Wenn man also jemanden dorthin wünscht, wo der Pfeffer wächst... dann landet er in Indien!

Spices

Im Folgenden möchten wir Ihnen einige indische Gewürze vorstellen:

Koriander

Wer könnte sich die asiatische Küche ohne Koriander vorstellen? In gemahlener Form oder als frisches Kraut darf Koriander als eines der weltweit ältesten Gewürzkräuter auch in der indischen Küche nicht fehlen. In Deutschland ist Koriander schon seit dem Mittelalter bekannt und fand dank der Klostergärten seinen Weg in die mittelalterlichen Speisen.

Koriander

Koriander ist ein anregendes Gewürz, welches in vielen ayurvedischen Rezepten wegen seiner verdauungsfördernden und gleichzeitig kühlenden Wirkung verwendet wird. Er lindert Blähungen, stärkt Nerven und Gehirn und wirkt ausgleichend auf die Harnwege. In der ayurvdischen Ernährungslehre ist der Koriander ein "Tridosha", d.h. er wirkt auf alle drei Doshas ausgleichend, wobei er wegen seiner kühlenden Wirkung sehr häufig bei überhitzten Pitta-Zuständen verwendet wird. Zusätzlich wirkt er entzündungshemmend und entgiftend. Im Geschmack wird er den Geschmacksrichtungen "bitter" und "scharf" zugeordnet und verleiht den Speisen ein frisches und aufhellendes Aroma.

Kurkuma

Kurkuma oder auch Gelbwurz genannt, ist ein Ingwergewächs, das in getrockneter Form dem Currypulver seine typische Farbe verleiht. Deshalb wird Kurkuma auch gerne als Ersatz für Safran dem Reis beigemischt. In der ayurvedischen Heilkunde seit jeher als heilendes Gewürz bekannt, belegen inzwischen auch neuere wissenschaftliche Studien die gesundheitsfördernde Wirkung von Kurkuma. Auf Sanskrit heisst Kurkuma „Harida“, was wörtlich übersetzt „Hautelixier“ bedeutet. Neben seiner positiven Wirkung auf das Hautbild haben Mediziner und Forscher der Kurkumawurzel noch sehr viele weitere gesundheitsfördernde Wirkungen nachgewiesen. Kurkuma ist somit auch bei uns zum "Powerfood" avanciert. 

Kurkuma

In der ayurvedischen Ernährungslehre zählt Kurkuma zu den vielseitigsten und wichtigsten Gewürzen. Er balanciert und harmonisiert alle drei Doshas und durch seine anregende Wirkung auf die Magensaftproduktion wirkt Kurkuma verdauungsfördernd. Nebenbei steigert er den Gallenfluss und unterstützt dadurch die Fettverdauung. Der gelbe Farbstoff wirkt antiseptisch und antibakteriell und gehört zu den stärksten Antioxidantien, der u.a. den Alterungsprozess reduziert. Kurkuma ist ein natürliches Antibiotikum mit blutreinigender und energiespendender Wirkung. 

Kreuzkümmel

Kreuzkümmel, auch Cumin genannt, wird in Indien gerne in Curry Mischungen beigemischt. An ihm scheiden sich die Geister: entweder man mag ihn, oder man mag ihn gar nicht. Der Kreuzkümmel verleiht jedem Gericht eine exotische, aber auch orientalische Note. Er unterscheidet sich von dem in Deutschland bekannten Kümmel, der im Geschmack ausgeprägter ist als sein indischer Verwandter. Schon die alten Römer wussten um die Heilwirkung des Kreuzkümmels und nutzten ihn dementsprechend, zum Beispiel zur Verdauungsförderung. 

Kreuzkümmel

In der indischen Ayurveda Lehre wird Kreuzkümmel gerne wegen seiner blutreinigenden Wirkung eingesetzt. Kreuzkümmel ist scharf, bitter und kühlend und kann von allen drei Doshas verwendet werden. Wie bei den Römern, so kommt auch im Ayurveda der Kreuzkümmel bei vielen Verdauungsbeschwerden wie Blähungen, Magenschmerzen, Durchfall oder Übelkeit zur Anwendung. Er hat eine stark verdauungsfördernde Wirkung, indem er das Agni/Verdauungsfeuer anfacht und gleichzeitig die Absorption von Mineralstoffen im Darm optimiert.

Currypulver 

Curry ist keine eigene Pflanze, sondern eine Gewürzmischung indischen Ursprungs. Je nach Mischung besitzt das Currypulver eine ganz einzigartige Geschmacksnote. Somit kann man sagen, dass es in Indien mindestens so viele verschiedene Curry Mischungen (Masalas) gibt, wie es Gerichte gibt. Denn in indischen Haushalten wird nicht auf fertiges Currypulver zurückgegriffen, sondern für jedes Gericht eine eigene Mischung angesetzt.

Curry

Die Curry-Mischung kann aus bis zu 20 Zutaten bestehen und von süßlich mild bis feurig scharf daherkommen. Aus ayurvedischer Sicht wirkt das Currypulver schon alleine deshalb harmonisierend, weil es sehr viele Gewürze und dadurch auch Geschmacksrichtungen in sich vereint: von süß über herb und bitter bis hin zu scharf. Je nach Zusammensetzung können die heilenden Eigenschaften der einzelnen Gewürze ergänzt und die gesundheitsfördernden Wirkungen sogar noch verstärkt werden. 

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27.11.2019 

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Tags: Indien, Ayurveda

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