Reisebericht einer Ayurvedakur

Fuss-Spuren am StrandLotusblüteSonnenuntergang

 

Ayurveda unter Palmen

Der Wind streicht durch die Palmen und vermischt sich mit Wellenrauschen, Vogelkreischen und hin und wieder dem für Sri Lanka so typischen Hupen des lebhaften Straßenverkehrs. Nach den Behandlungen am Vormittag liege ich nun völlig entspannt und zufrieden auf meiner Sonnenliege und widme mich ungestört meiner umfangreichen Ferienlektüre.

Dieser ausgeglichene Gemütszustand war am Tag meiner Anreise noch ein ganz anderer. Nach dem langen Flug und der Ankunft am frühen Morgen brauchte mindestens einen kompletten Tag, um wirklich richtig anzukommen.

Jede Ayurvedakur beginnt mit einer Eingangskonsultation beim Ayurveda-Arzt – in meinem Fall einer sehr sympathischen und kompetenten Ayurveda-Ärztin.  Mittels intensiver Befragung und Pulsdiagnose bestimmte sie die Ausprägungen der Doshas und – was mich immer wieder fasziniert – benannte exakt meine gesundheitlichen „Baustellen“. Sie erklärte die Grundprinzipien des Ayurveda, der ältesten ganzheitlichen Medizinlehre der Welt: Jeder Mensch wird von den drei Doshas bestimmt. Vata steht für Luft und Wind, Pitta für Feuer und Kapha für Erde und Wasser. Meistens dominieren ein oder zwei Doshas den Organismus. Ziel ist es, diese „Energien“ in ein harmonisches Gleichgewicht zu bringen. Für die Ayurveda-Ärzte ist es deshalb wichtig herauszufinden, welche Doshas im jeweiligen Körper vorherrschen, um dann die Medikamente, Behandlungen und Mahlzeiten entsprechend anzupassen. Mit Empfehlungen für einen „ayurvedisch“ guten Start in den Tag wurde ich von der Ärztin entlassen.

Ayurveda-Resorts gibt es in Sri Lanka und Indien inzwischen sehr viele, von spartanisch-streng bis komfortabel-abgemildert. Ich habe mich für ein kleines Ayurvedahaus entschieden, mit einem persönlichen, familiären Ambiente und genügend Platz für jeden. Die Therapeuten nahmen sich viel Zeit für mich und empfingen einen stets mit einem herzlichen Lächeln. Doch trotz der angenehmen Rahmenbedingungen: eine Ayurveda-Kur ist nicht nur ein Strandurlaub mit ein paar Massagebehandlungen. Auf ausgedehnte Sonnenbäder und sportliche Aktivitäten sollte man verzichten, stattdessen bieten sich Yoga und meditative Strandspaziergänge an – besonders reizvoll zum Sonnenaufgang am frühen Morgen oder in der Abenddämmerung beim Sonnenuntergang.

Denn wie anstrengend eine Ayurveda-Kur sein kann, spürte ich gleich in den ersten Tagen. Ich fühlte mich oft müde und schlapp. Der Körper braucht erst mal seine Energie für die Entgiftung und Entschleunigung. Erst nach der Darmreinigung und als ich mich an den gängigen Tagesrhythmus gewöhnt hatte, gewann ich mehr und mehr neue Energie und innere Ausgeglichenheit. Seien es die täglich verabreichten Kräutertinkturen und –tabletten, die schmackhaften und vielseitigen Mahlzeiten im offenen Restaurant, der Austausch mit anderen Gästen – vom kurzen Plausch bis hin zu tiefgründigen Gesprächen, die regelmäßigen Yoga-Übungen oder die aufeinander abgestimmten Ayurveda-Behandlungen; alles zusammen ergibt einen durchaus wohltuenden Cocktail aus Ruhe, Gelassenheit und genügend Zeit für sich selbst.

Genoss ich in der ersten Woche vor allem das Resortgelände und den Strand, so zog es mich in der zweiten Woche in das ceylonesische Alltagsleben hinaus. Ausflüge in die Straßen, Geschäfte und Märkte der Umgebung oder aber in die üppige Vegetation des Hinterlandes samt Lagune und Tempel bieten eine reizvolle Abwechslung. Und dann sind die zwei Wochen auch schon vorbei.

Bleibt die obligatorische Frage, wie man am besten das Trinkgeld verteilt.  Ich stecke gerne – sofern es keine Tipp-Box gibt - den Therapeuten, dem Servicepersonal und dem Room-Service während des Aufenthaltes immer wieder mal ein paar Rupien zu und überreiche am Schluss einen größeren Betrag. Der Küche, den Gärtnern und dem sonstigen Personal, das oftmals nur im Hintergrund tätig ist, übergab ich dem Manager einen Umschlag mit der Bitte um eine gerechte Verteilung.

Nach einer herzlichen Verabschiedung und auf meinen gepackten Koffern sitzend wuchs in mir immer mehr die Erkenntnis: es sollte nicht wieder eine so lange Zeit verstreichen bis zur nächsten Ayurveda-Kur – und drei Wochen sind wirklich besser als nur zwei.

Simone E.

 

19.03.2015

 

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Tags: Reisebericht

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