Rundreise Jaffna Express & Anuradhapura

Strand Wetlands

1 Tag:  ... Fahrt nach Chilaw ( D)
Etwa 1 Autostunde nördlich vom Flughafen Colombo entfernt befindet sich Chilaw, ein Bezirk in den nördlichen Wetlands mit wunderschönen, flachen Sandstränden. Die Fahrt nach Chillaw führt entlang der Erstbesiedlung Sri Lankas, der portugiesischen Zone und man darf (hier) durchaus die Frage stellen, ob Sri Lankas Hauptglaubensrichtung der Buddhismus, der Hindhuismus oder aber der Katholizismus ist, denn die ungeheure Gebäudedichte religiöser Treffpunkte ist frappierend. Reisfelder beglücken Reisende mit Vitamin D und eine kurze Fahrt entführt jeden in eine andere Welt. Besucht wird unter anderem der Munneswaram Tempel von Chilaw; übernachtet wird im komfortablen Ananthaya Bay Resort (o.ä.).

2. Tag:   … nach Jaffna über Anuradhapura (B/D)
Die Fahrt geht weiter nach Anuradhapura, der Hauptstadt der nördlichen Zentralprovinz von Sri Lanka. "Anu" war über tausend Jahre lang Zentrum verschiedener singhalesischer Königsdynastien. In der Nähe Anuradhapuras liegt Mihintale, die Wiege des singhalesischen Theravadi-Buddhismus. Das historische Anuradhapura, dessen Gründung um 400 v. Chr. angesetzt wird, ist auch heute noch Pilgerziel für viele Buddhisten, ebenso wie eine bedeutende archäologische Ausgrabungsstätte. Anuradhapura ist zudem Sitz eines katholischen Bistums, dem von 1996 bis 2002 Bischof Oswald Gomis vorstand, der danach Erzbischof der Hauptstadt Colombo wurde. Das Wesentliche hier ist nicht etwa Gomis oder seine Sippschaft, sondern die Tatsache, dass westliche Religionen und Gerichtsbarkeiten sowie eine Sozialstruktur Sri Lanka bereits früh prägten und somit einige Erklärungen für die heutige Nähe liefern. Das Abendmahl wurde mitnichten von den ersten LTU-Touristen verbreitet. Die bedeutendste Pilgerstätte Anuradhapuras ist der Sri Mahabodhi. Der Überlieferung nach wuchs diese Pappel-Feige aus einem Zweig jenes Baumes in Bodh Gaya (Nordindien), unter dem Siddhartha Gautama, der Buddha, die Erleuchtung erlangt haben soll. 

Pilger

Am Nachmittag wird die Fahrt fortgesetzt. Im Norden Sri Lankas haben sich bislang erst wenige Besucher eingefunden. Mittlerweile ist die Infrastruktur in und um Jaffna gut und die Anreise ist alles andere als anstrengend, sondern eher aufregend: Binnenseen und Lagunen und Palmen und glitzernde Sonnenspiele auf dem Wasser und farbenfrohe Tempel. Das Ganze wirkt ein klein wenig wie das Ijsselmeer in den Niederlanden gepaart mit kleineren Versionen des indischen Taj Mahal. Übernachtet wird im Heritage Hotel / Subhas Hotel (o.ä.). Die Hotelerie in Jaffna ist übrigens gut, auch wenn das Serviceverständnis manchmal ein anderes ist.  

3. Tag:   ... in und um Jaffna (B/D)
Besuch auf Nagadeepa. Hierher soll schon Buddha persönlich gereist sein. Der Pilgerort, den jeder Singhalese unabhängig von seiner Konfession einmal im Leben besuchen sollte, liegt auf einer vorgelagerten Insel. Nagadeepa ist deshalb so speziell, weil sich hier in trauter Eintracht ein buddhistischer Tempel zu einem hinduistischen Tempel gesellt. Nicht nur die beiden Tempelbauten sind spektakulär - der buddhistische mit einem uralten Bodhibaum und einer silbernen Dagoba, der Hindu-Tempel quietschbunt mit einem riesigen Elefanteneingangstor - sondern schon die Anfahrt. 

Wasserspiegelungen

Die Lagunenstadt Jaffna ist über Dämme mit etlichen Inseln verbunden, die befahren werden können. Links und rechts des Dammes flattern Wasservögel vorbei: wuchtige Buntstörche mit pink-schwarzen Flügeln und dottergelben Schnäbeln, Kormorane, Eisvögel und Fischreiher, dazwischen treiben Fischer in schmalen Holzbooten. Mit einem größeren Boot, das aussieht wie ein ausrangiertes U-Boot, fährt man das letzte Stück bis nach Nagadeepa. Unter den einheimischen Pilgern finden sich alle Altersklassen: ganz in weiß gekleidete alte Damen, junge Männer mit hochgegelten Haaren und Porschesonnenbrillen, die Trommeln schlagen, laut singen und sich dabei mit dem Handy filmen und Mütter in bunten Saris mit kleinen Kindern an den Händen. Ein lebendiges Spektakel, insbesondere an Vollmondtagen.

4.Tag:  ... über den Elefantenpass nach Batticaloa (B)
Früher Aufbruch aus Jaffna und Fahrt über die frühere tamilisch-singhalesische Grenze, den Elefantenpass, nach Batticaloa. Die nähere Historie Sri Lankas ist nicht immer glücklich beschrieben worden. Tatsache ist jedoch, dass das Land durch die wieder erlangte Einheit dichter zusammengewachsen ist: Geografisch und mental. Relikte aus früherer Krisenzeit kann man unterwegs in Form von selbstgebastelten U-Booten bestaunen und die gesamte Fahrt in Richtung Süden ist ein wundersames Lichtspiel aus Sonne, Feuer, Wasser und Regen. Ankunft am späten Nachmittag in Batticaloa.

Elefantenpass

Eingeschlosse Leistungen:
- englischsprachiger Driverguide
- Eintrittsgelder und Besichtigungen
- B (breakfast) D (Dinner) wie angegeben
- Übernachtungen in genannten oder gleichwertigen Hotels

Preise auf Anfrage

Die Rundreise "Jaffna Express & Anuradhapura" lässt sich gut mit einem anschließenden Ayurveda-Aufenthalt im Giman Free kombinieren.

 

 27.01.2016

 

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Tags: Sri Lanka, Kultur

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