Nepal

 

Hauptstadt: Kathmandu
Sprache: Nepali
Fläche: 147.181 km2
Einwohner: ca. 29,3 Millionen
Zeitunterschied: +4.45 Std. (UTC +5.45 Std.)
Flugzeit: ca. 11 Std.
Vorwahl: +977
Währung:
1 Nepal-Rupie = 100 Paisa) aktueller Umrechnungskurs

Lage

Nepal liegt zwischen 26° und 31° nördlicher Breite sowie 80° und 88° östlicher Länge an der Südflanke des mittleren Himalaja

Klima

Variiert von subtropischen Sommern mit milden Wintern im Süden bis zu alpinem Klima in den Bergen mit kühlen Sommern und strengen Wintern. Die durchschnittlichen Temperaturen in Katmandu liegen zwischen 2 und 20 °C im Januar und 20 bis 29 °C im Juli. Schwere Gewitter und Überschwemmungen mit Erdrutschen, abhängig von der Intensität und Dauer des Sommer-Monsuns. Juni bis September ist im Süden Nepals die regenreichste Zeit. In der trockenen Zeit können dagegen Dürreperioden und Hungersnöte auftreten. Die durchschnittliche Niederschlagsmenge liegt bei 1.328 mm / Jahr. Die beste Reisezeit für das Tal von Katmandu und Pokhara ist Oktober bis März, für Tiger Top-Meghauli November bis Juni, und für Trekking-Touren Oktober und November sowie Februar bis April.

Nachfolgend finden Sie hier Klimadaten ausgewählter Wetterstationen des Landes:


Klimastation KATHMANDU (Flughafen)
Höhe über NN in m: 1.337
geographische Position: 85° 22’ E, 27° 42’ N

 
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez
Temp. ø Max. (°C)
16,6
19,1
23,7
26,8
27,7
27,4
27,0
27,2
25,9
24,6
21,3
18,3
Temp. ø Min. (°C)
2,2
3,3
7,5
11,6
15,5
19,0
19,8
19,6
18,1
13,4
6,9
2,1
Regentage
2
2
3
6
10
16
22
20
14
5
1
1
Niederschlag (mm)
14
17
33
48
97
227
383
295
196
88
6
12
Sonnenstunden ø
6,6
7,6
7,9
7,1
7,7
5,9
3,9
4,5
5,4
6,3
7,9
6,2
Wasser-Temp. ø (°C)
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Klimabelastung*
--
--
--
--
zs
s
s
s
s
zs
--
--



Klimabelastung: -- = keine, zs = zeitweise schwül, s = schwül, ss = sehr schwül, h+t = heiß und trocken

Einreisebestimmungen

Zur Einreise nach Nepal wird ein Visum benötigt und ein Reisepass, der noch mindestens 6 Monate über das Reiseende hinaus gültig ist. Das Visum wird bei der Einreise an Grenzübergangsstellen nach Nepal oder am Flughafen Kathmandu erteilt. Die Gebühr für ein 30 Tage gültiges Touristenvisum beträgt 40,- US$; ein Passfoto ist am Flughafen vorzulegen. Visagebühren können auch in EUR oder anderen konvertiblen Währungen bezahlt werden, die von der Bank am Flughafen zum Dollar-Tageskurs umgerechnet werden.

Einfuhrbestimmungen

Verbindliche Auskünfte zu Zollbestimmungen können lediglich die nepalesischen Auslandsvertretungen geben. Zollinformationen zur Einfuhr von Waren erhalten Sie bei der Botschaft Ihres Ziellandes. Nur dort kann Ihnen eine rechtsverbindliche Auskunft gegeben werden.

Impfungen

Bei der Einreise aus Deutschland bestehen keine Impfvorschriften. Empfohlen werden die Standardimpfungen gemäß des aktuellen Impfkalenders des Robert-Koch-Institutes zu überprüfen und gegebenenfalls aufzufrischen (u.a. Tetanus, Diphtherie, Keuchhusten, Polio, Masern, Mumps und Röteln). Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A und Typhus, bei Langzeitaufenthalten oder besonderer Gefährdung auch gegen Hepatitis B, Tollwut und Japanische Encephalitis empfohlen.

Zahlungsmittel

Im Kathmandu-Tal besteht die Möglichkeit, sich über Geldautomaten mit Bargeld zu versorgen. Die meisten Automaten akzeptieren Visa- und Master-Kreditkarten, Bankkarten werden kaum noch akzeptiert. Devisen können in allen größeren Städten problemlos getauscht werden. Die indische Rupie ist in Nepal frei konvertierbar, allerdings werden Scheine nur bis max. 100 INR-Noten akzeptiert.

Stromspannung

220 Volt, 50 Hertz, dreipolige Steckdosen. Adapter sind erforderlich, aber nicht immer über Hotelrezeptionen zu erhalten.  Mit Stromausfall in allen Hotels in Nepal gerechnet werden. Meist wird die Stromversorgung über Diesel-Stromaggregate sichergestellt. Die Mitnahme einer Taschenlampe oder einer Stirnlampe ist zu empfehlen. Bitte rüsten Sie sich im Interesse Ihres Fotografierens gegebenenfalls mit vorab geladenen Reserve-Akkus aus.

Telefon

Vorwahl von Deutschland nach Nepal: 00977

Vorwahl von Nepal nach Deutschland: 0049

Mobiltelefon: Mobilfunk ist im Mittelland und im Terrai möglich; im Himalaya besteht kein Empfang. Für Notfälle im Himalaya werden Satellitentelefone benutzt.

Feiertage

Nationalfeiertag ist der 28. Mai (Republic Day).

Gesundheit und Hygiene

Durchfallerkrankungen sind überall im Land ganzjährig häufig. Oberflächengewässer können mit fäkalen Keimen kontaminiert sein. Leitungswasser hat selbst in den Städten nicht immer Trinkwasserqualität. Es wird empfohlen, nur originalverpackte Getränke in Flaschen oder Dosen zu konsumieren oder Wasser vor dem Genuss zu filtern, chemisch zu desinfizieren oder zu kochen. Trinkwasser aus den ACAP Filteranlagen entlang des Annapurna Treks gilt allgemein als sicher. Für das Waschen von Obst und Gemüse oder zum Zähneputzen sollte ebenfalls nur aufbereitetes Trinkwasser verwendet werdenAuf den Verzehr roher, ungekochter und ungeschälter Produkte sollte verzichtet werden. Fleisch sollte vor dem Verzehr ebenfalls gut gegart worden sein.

Das Infektionsrisiko für Salmonellen-, Shigellen- und Typhuserkrankungen, Amöben, Lamblien und Wurmerkrankungen besteht landesweit. Allgemeine Hygienemaßnahmen wie regelmäßiges Händewaschen oder Händedesinfektion nach dem Toilettengang und vor dem Essen und das Fernhalten von Fliegen von Nahrungsmitteln können die Gefahr einer Infektion vermindern.

Die medizinische Versorgung ist in weiten Landesteilen unzureichend und entspricht häufig nicht europäischem Standard. Eine ausreichende Grundversorgung besteht in Kathmandu und den gängigen Touristenzielen, auch entlang der großen Trekkingrouten. In Kathmandu ist die medizinische Versorgung in einzelnen Fachbereichen durchaus auch auf einem hohen Niveau. Bei schweren Erkrankungen muss deshalb ggf. eine medizinische Evakuierung, zum Beispiel nach Kathmandu oder weiter nach Indien erwogen werden. Ein ausreichender und gültiger Krankenversicherungsschutz einschließlich einer Reiserückholversicherung ist dringend notwendig.

Dengue Fieber: Dengue Fieber wird durch den Stich tagaktiver Mücken übertragen. Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen und ein Hautausschlag kennzeichnen den Verlauf und können mit den Beschwerden einer Malaria oder Grippe verwechselt werden. In Einzelfällen können schwere Verläufe mit ernsthaften Gesundheitsschäden oder Todesfolge auftreten. Es gibt keine Impfung und keine wirksamen Medikamente gegen die Dengue Viren. Eine sorgfältige Expositionsprophylaxe auch tagsüber, wie unten für Malaria beschrieben, ist die einzige mögliche Schutzmaßnahme. Dengue Fieber kommt besonders im Süden des Landes, während und unmittelbar nach der Regenzeit auch in den mittleren Landesteilen bis in Höhen von circa 2000 Metern vor.

Japanische Enzephalitis: Bei der Japanischen Enzephalitis (JE) handelt es sich um eine Entzündung des Gehirns, die von Viren verursacht wird. Diese werden von nachtaktiven Stechmücken übertragen. Vor allem Schweine und Wasservögel sind mit dem Virus infiziert, ohne dabei selbst krank zu werden. Erkrankungen beim Menschen sind eher selten, verlaufen dann aber häufig schwer und hinterlassen bleibende Schäden oder enden tödlich. Es gibt keine wirksamen Medikamente gegen die JE Viren. Deshalb sind ein sorgfältiger Mückenschutz und gegebenenfalls eine vorbeugende Schutzimpfung besonders wichtig. Ein Übertragungsrisiko für JE besteht in Nepal in den südlichen Landesteilen, vereinzelt sind auch Fälle im Kathmandu Tal aufgetreten.

Malaria: Außer in Höhenlagen über ca. 2000 Meter besteht in Nepal ganzjährig ein mittleres Übertragungsrisiko für Malariaerkrankungen, besonders in den Sommermonaten von Mai bis Oktober. Das Risiko ist im südlichen Tiefland am höchsten und nimmt nach Norden mit zunehmender Höhe langsam ab. Schutz bieten langärmelige Kleidung, Mückenschutzmittel und Notfallmedikamente (Standby-Präparate).

Tollwut: Bei der Tollwut handelt es sich um eine regelmäßig tödlich verlaufende Infektionskrankheit, die durch Viren verursacht wird, welche mit dem Speichel infizierter Tiere oder Menschen übertragen werden (durch Biss, Belecken verletzter Hautareale oder Speicheltröpfchen auf den Schleimhäuten von Mund, Nase und Augen). Landesweit besteht ein hohes Risiko an Bissverletzungen durch streunende Hunde und Übertragung einer Tollwut. Affen können ebenfalls Tollwut übertragen und sollten niemals gefüttert werden. Die notwendigen, medizinischen Maßnahmen nach Bissverletzungen eines Ungeimpften sind in Nepal nicht immer möglich. Einen zuverlässigen Schutz vor der Erkrankung bietet die Impfung vor einem Biss. Deshalb kommt einer vorbeugenden Tollwutimpfung für Reisen nach Nepal eine besondere Bedeutung zu. Sie sollte unbedingt vor Reiseantritt abgeschlossen sein. Die auch nach einem Biss notwendige, unverzügliche „Auffrischung“ kann dann ggf. vor Ort erfolgen.

Tuberkulose: Die Tuberkulose kommt landesweit wesentlich häufiger als in Mitteleuropa vor. Die Übertragung erfolgt von Mensch zu Mensch über Tröpfcheninfektion oder enge Kontakte. Durch unsachgemäße oder abgebrochene Behandlungen gibt es zunehmend resistente Tuberkuloseerreger auch in Nepal. Das Tragen eines chirurgischen Mundschutzes schützt nicht vor einer Ansteckung.

Saisonale Influenza (Grippe): Die saisonalen Influenzaviren, einschließlich der neuen Influenza A/H1N1 („Schweinegrippe“), zirkulieren in Nepal in den Wintermonaten. Ein Impfschutz empfiehlt sich bei den vom Robert-Koch-Institut angesprochenen Risikogruppen.

Geographisch bedingte Erkrankungen: Die Höhenkrankheit ist eine durch taktische Fehler bei der notwendigen Höhenanpassung über 2.300 m (z.B. durch zu raschen Aufstieg und Überanstrengung) ausgelöste, potentiell sehr gefährliche Funktionsstörung von Lunge und Gehirn. Erkranken können besonders auch junge, gesunde und gut trainierte Personen, auch solche, die bereits früher große Höhen und rasche Aufstiege ohne Probleme bewältigt haben. Zu Todesfällen kommt es nicht selten, weil grundlegende Regeln missachtet, Frühsymptome falsch gedeutet und Medikamente unvernünftig eingesetzt werden. Bestimmte Erkrankungen von Herz und Lungen erhöhen ebenfalls das Risiko, eine Höhenkrankheit zu erleiden. Beschwerden, die Hinweise auf eine beginnende Höhenkrankheit geben können, sind: Kopfschmerzen, Müdigkeit, Desinteresse und Leistungsabfall. In diesem Fall ist Rast und Ruhe bis zur Beschwerdefreiheit geboten, ein weiterer Aufstieg verbietet sich. Treten u. a. Schlaflosigkeit, Sehstörungen, Schwindel, Gangunsicherheit, Atemnot oder Erbrechen auf, sollte unverzüglich mit dem Abstieg begonnen werden - nie alleine, sondern immer in Begleitung. Das ist auch dann der Fall, wenn Frühsymptome innerhalb von 24-36 Stunden nicht vollständig verschwinden.

Kleidung

Das jahreszeit- und höhenabhängige Klima bestimmt die Bekleidungsempfehlung für Nepal. Auch für warme Tage ist ein dünner Pullover oder Fleece für den Abend ratsam. Bei Rundreisen im Winter empfehlt sich eine Mischung von warmer Kleidung und dünnerer Bekleidung. Sportliche Schuhe sind für Besichtigungen von Tempelanlagen und in den Städten sinnvoll. Auf Grund der Sonneneinstrahlung empfehlen wir Sonnenschutzcreme, eine Sonnenbrille und Kopfbedeckung.

Verhalten und Sicherheit

Der Besitz selbst kleinster Mengen Drogen sowie der Aufenthalt in Nepal ohne gültigen Pass oder Aufenthaltserlaubnis ist verboten und kann mit Geldbußen bzw. langen Haftstrafen geahndet werden.

Auf Grund der politischen Instabilität und der Unzuverlässigkeit des Rechtssystems ist eine steigende Gewaltbereitschaft und Kriminalität im ganzen Land feststellbar. In touristischen Regionen sind häufiger Taschendiebstähle vorgekommen, in abgelegeneren Gebieten auch durch vorbeifahrende Motorradfahrer. Frauen wird empfohlen, nach Einbruch der Dunkelheit besonders vorsichtig und stets mit Begleitung unterwegs zu sein.Im Umgang mit staatlichen Sicherheitskräften ist zu beachten, dass in Nepal teils ein anderes Rechtsverständnis besteht. Nachgiebiges Auftreten wird daher angeraten.

Hinweise für Trekking-Touren: Es wird dringend empfohlen, nicht alleine zu trekken. Die gesundheitlichen Risiken sind in den höher gelegenen Gebieten sehr hoch. Auch kam es in der Vergangenheit zu Übergriffen gegen allein reisende Trekker. Weiterhin wird empfohlen, nur bekannte Routen zu begehen, in Gruppen zu bleiben, ausschließlich seriöse Agenturen und Führer zu nutzen sowie vor Aufsuchen abgelegener Gebiete aktuelle Informationen über die Sicherheitslage einzuholen.

Kontaktadressen

Nepalesische Botschaft
Guerickestrasse 27 (2. Etage)
D-10587 Berlin
Tel: 0049-30-34 35 99 -20, -21, -22
Fax: 0049-30-34 35 99 -06

Deutsche Botschaft Kathmandu
Gyaneshwor, Kathmandu
Postanschrift: P.O. Box 226, Kathmandu
Tel: (00977-1) 441 27 86
Fax: (00977-1) 441 68 99

Weitere Informationen

Auswärtiges Amt

Stand: Mai 2018

 

 

 

 

 

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